Kennen Sie das? Mitarbeiter verlassen das Unternehmen, neue Mitarbeiter bleiben nicht lange. Eine Abteilung erreicht die erforderlichen Ergebnisse nicht einmal mehr annähernd. Oft benötigen Arbeitgeber eine Weile, um festzustellen, warum das so ist. Ein schlechtes Betriebsklima sorgt nicht nur für lange Gesichter auf den Bürofluren, sondern kostet Ihr Unternehmen richtig Geld und einen Wettbewerbsvorteil. Doch wie merken Sie, dass Sie ein schlechtes Betriebs- oder Arbeitsklima haben und wie steuern Sie dem entgegen?

Woran erkennen Sie ein schlechtes Betriebsklima in Ihrem Unternehmen?

Das Betriebsklima ist wie eine Wetterstation Ihres Unternehmens. Wenn alles rund läuft, herrscht eitler Sonnenschein. Bei den ersten Anzeichen einer Krise zieht sich der Himmel zu. Schreitet es fort, stehen Sie schnell im Regen. Und im schlimmsten Fall droht Ihnen ein mächtiges Gewitter.

So ergeht es auch Ihren Mitarbeitern. Mobbing am Arbeitsplatz ist die wohl schlimmste Form, wie sich ein schlechtes Betriebsklima bemerkbar machen kann. Befindet sich Ihr Unternehmen in einer wirtschaftlichen Krise und betriebsbedingte Entlassungenstehen an? Dann kann in einem sonnigen Klima, schnell der Regen aufziehen. Angst um den Arbeitsplatz, Rationalisierungen und höhere Arbeitsbelastung des einzelnen Mitarbeiters durch Stellenabbau können die Stimmung schnell verschlechtern. Der inneren Kündigung folgt schnell die Jobsuche. Bei qualifizierten Mitarbeitern ist der Austritt aus dem Unternehmen ein Verlust an Know-how und Wettbewerbsvorteilen. Die vakante Stelle in gleicher Form neu zu besetzen, kostet in der Regel viel Zeit und auch Geld. Ändert sich am Betriebsklima während dessen nichts, so beginnt für das Unternehmen eine gefährliche Abwärtsspirale.

Folgende Punkte sind relativ sichere Anzeichen für ein schlechtes Betriebsklima:

  • hohe Fluktuation
  • langjährige Mitarbeiter gehen auf Jobsuche
  • neue Mitarbeiter verlassen das Unternehmen schnell wieder
  • starker Anstieg der Krankheitsquote
  • betriebsinterne Kommunikation kommt ins Stocken

Sie haben ein gutes Betriebsklima, wenn Ihre Mitarbeiter gerne morgens zur Arbeit kommen. Sind sie motiviert, so arbeiten sie erheblich produktiver. Zumeist ist das Betriebsklima nicht im ganzen Unternehmen schlecht, sondern oftmals nur in einzelnen Abteilungen. Folgende Faktoren sollten Sie zunächst überprüfen und danach können Sie dem entsprechend gezielt entgegen steuern:

  • Führungsstil der Abteilungsleiter
  • Beziehung der Mitarbeiter in den Teams untereinander
  • Handlungsspielraum und Auslastung der Mitarbeiter
  • Arbeitsabläufe in den Abteilungen
  • Arbeitszeiten und Pausenregelung
  • Arbeitsschutz und Arbeitsplatzgestaltung
  • Vergütung und Sozialleistungen

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Was können die Gründe für ein schlechtes Arbeitsklima sein?

Der Begriff Arbeitsklima ähnelt dem des Betriebsklimas, ist aber eine speziellere Form. Das Arbeitsklima beinhaltet den Arbeitsplatz, die Tätigkeit als solche, das Verständnisfür den Sinn des eigenen Arbeitsbereiches, die Arbeitszeitenund Arbeitsplatzgestaltung sowie natürlich die Vergütung. Die Entwicklung des Arbeitsklimas läuft bei jedem Einzelnen anders ab und ist daher subjektiver, aber dadurch auch schneller zu beeinflussen. Das Betriebsklima bezieht sich dagegen auch auf die sozialen Aspekte, das Miteinander Ihrer Mitarbeiter und die Kommunikation. Es wirkt langfristiger und benötigt auch mehr Zeit für einen Wandel.

Mitarbeiter reagieren auf eine Änderung des Arbeitsklimas individueller und schneller. Fühlen sie sich ausgenutzt oder langweilen sie sich am Arbeitsplatz, sinkt die Motivation. Die Arbeitsklima Debatte gibt es seit Beginn der 1920er Jahre. Alle sind sich somit seit vielen Jahrzehnten einig, dass das Humankapital die wichtigste Position in einem Unternehmen ist. Trotz der langen Diskussion vernachlässigen Unternehmen auch heute noch die Wünsche Ihres Personals. Gerade die Führungskräfte können das Arbeitsklima steuern, positiv wie negativ. Ein diktatorischer Chef bietet den Mitarbeitern nicht so viel, wie eine Führungskraft, die ihre Mitarbeiter coached, informiert und mit einbezieht.

Einflussfaktoren auf das Arbeitsklima:

– Mitarbeiter fühlen sich unter- oder überfordert
– fehlende Mitarbeiterförderung
– mangelhafte Kommunikation
– Angst um den Arbeitsplatz
– Vergütungen unter dem Standard
– mangelnde Anerkennung
– zu starke Hierarchien
– keine Identifikation mit dem Unternehmen

Wie verbessern Sie das Betriebsklima in Ihrem Unternehmen?

Schaffen Sie eine menschgerechte Unternehmenskultur und eine kooperative, Vertrauen schaffende Mitarbeiterführung, damit sich alle Mitarbeiter wohlfühlen. Geben Sie Ihren Beschäftigten mehr Informationen und Freiraum für eigenständiges Handeln. Wenn Ihre Mitarbeiter Ihre Unternehmenspolitik verstehen und sich damit identifizieren, steigt die Mitarbeiterzufriedenheit. Geben Sie die Möglichkeit zur persönlichen und arbeitstechnischen Weiterentwicklung. Bieten Sie ein Coaching und Seminare oder andere Weiterbildungen an und verbessern Sie so das Arbeitsklima.

Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter wichtig und zeigen Sie Ihnen das auch. Es gibt verschiedene Instrumentarien zur Mitarbeitermotivation, die alle die Arbeitszufriedenheit steigern können. Das fängt beim einfachen Lob an und geht weiter über das Gehalt.

Auch alternative Vergütungen und Vergünstigungen, wie Essenszuschüsse durch Lunchit und steuerfreie Zuschüsse durch die SpenditCard zeigen Ihren Mitarbeitern, dass sie Ihnen etwas wert sind.

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Symptom schlechtes Betriebsklima: Fehlzeiten verhindern und entgegensteuern

Wer keinen Spaß an seiner Arbeit hat, dem fehlt die Motivation, um jeden Morgen aufzustehen. Ist ein Mitarbeiter völlig emotional oder arbeitstechnisch überfordert, kann ein Burn-out-Syndrom drohen. Herrscht am Arbeitsplatz sogar Mobbing, dann erkranken Mitarbeiter psychisch und physisch. Sprechen Sie mit den betroffenen Mitarbeitern, wenn die Fehlzeitenauffällig hoch sind oder gehäuft auftreten. Häufig sind die Mitarbeiter einfach nur unzufrieden und demotiviert, seltener handelt es sich um einen gravierenden Fall von Mobbing. Unmotivierte Mitarbeiter nutzen den ersten Schnupfen, um sich lange krankschreiben zu lassen. Ob eine echte Krankheit vorliegt oder ein schlechtes Betriebs- oder Arbeitsklima der Auslöser ist, finden Sie zumeist schnell im Vieraugen-Mitarbeitergespräch heraus.

Betrifft die erhöhte Krankheitsquote gleich eine ganze Abteilung, ist es oftmals schwieriger, die Ursache zu erkennen. Da hilft nur eine offene Kommunikation mit den Mitarbeitern. Das kann im Rahmen einer Besprechung ganz offen mit allen Kollegen sein, in vertrauensvollen Zweiergesprächen oder ganz anonym über einen Fragebogen. Die Mitarbeiterbefragung hilft auch, falls das negative Betriebsklima sich durch weite Teile des Unternehmens erstreckt. Die Umfrage ist sogar dann sinnvoll, wenn bei Ihnen noch alles in Ordnung ist. Sie erhalten so sinnvolle VerbesserungsvorschlägeIhrer Mitarbeiter und können gleich vorsorglich handeln. Die Arbeitszufriedenheit steigt mit der Anerkennung, die Ihre Mitarbeiter empfinden.

So vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern Ihre Wertschätzung:

  • Loben Sie Ihre Mitarbeiter
  • Konstruktive Kritik statt Dominanz
  • Fragen Sie nach Verbesserungsvorschlägen
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die Arbeits- oder Unternehmensziele
  • Fragen Sie nach Wünschen und beruflichen Interessen
  • Fördern Sie eine offene Kommunikation und Teamarbeit
  • Bieten Sie interne oder externe Weiterbildungen an
  • Beförderungen oder Arbeitserweiterungen anbieten
  • Gewähren Sie steuerfreie Zulagen oder
  • pauschal versteuerte Zusatzleistungen zum Lohn

Die SPENDIT AG gibt Ihnen geeignete Instrumente an die Hand, um die Bindung Ihrer Mitarbeiter ebenso wie deren Motivation dauerhaft zu erhöhen. Zufriedene Mitarbeiter, die eine gute Identifikation mit Ihrem Unternehmen aufweisen, haben einen durchweg positiven Einfluss auf andere Mitarbeiter und fühlen sich selber wohler. Mit der Lunchit App bauen Sie jeden Tag erneut einen positiven Kontakt zu Ihrer Belegschaft auf. Die SpenditCardsorgt für Prestige und das so wichtige Gefühl der Anerkennung. Es sind oftmals die Kleinigkeiten, die ein positives Betriebsklima und eine für alle angenehme Unternehmenskultur ausmachen.

Fazit

Ein schlechtes Betriebs- oder Arbeitsklima geht zulasten der Produktivität eines Unternehmens und kostet viel Geld. Die Fluktuation ist hoch und das Know-how verlässt das Haus. Auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter ist teuer und kostet viel Zeit. Für Unternehmen ist es daher wesentlich günstiger, gleich im Vorfeld in ein gutes Arbeits- und Betriebsklima zu investieren. Eine höhere Produktivität durch erfolgreiche Mitarbeitermotivation bringt Ihnen schnell die investierten Aufwendungen zurück in die Kasse. Fachlich kompetente Arbeitskräfte bleiben Ihnen erhalten und sind zugleich einer Ihrer größten Wettbewerbsvorteile am Markt. Somit lohnt sich der ständige Blick auf das Wohl Ihres besten Kapitals – Ihren Mitarbeitern.

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